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Dokumentation
Ausrüstung:
Sollte für Extremeinsätze und lange Lebensdauer konzipiert sein.
Z.B. sturmsicheres Zelt mit Moskitonetz, Kochmöglichkeit im trockenen
und viel Platz für mehrere Tage kann nicht schaden / Schlafsack für Temperaturen
bis -15 Grad, für heisse Regionen eine dünnes Tuch als Decke
was sich dann auch als Laken in entsprechenden Billighotel anbietet /
Benzinkocher der auch schlechten verbleiten Sprit verträgt. Enduro-Goretexjacke
mit heraustrennbarem Thermofutter und Protektoren, so das die Jacke auch
für längere Wanderungen praktisch ist.
Benzin:
In Nordamerika ist die Qualität gut und preislich deutlich unter dem deutschen
Niveau, ab Mexico ist manchmal mit Klingelwasser zu rechnen und in den
extrem Regionen ist die Versorgung schlecht, jedoch immer weit unter deutschem
Preis / Umweltschutz wird klein geschrieben und so landet das Altöl fast
immer im Boden, auch wenn die Brühe im Originalbehälter an der Tankstelle
zurück gegeben wird.
Reisedauer:
Ich startete Anfang Juni 1992 in Vancouver/Kanada und erreichte Feuerland/Argentinien
im Dezember 1993, zurücknach Deutschland flog ich Ende März 1994. Somit
war ich insgesamt 22 Monate on the road.
Dokumente:
Carnet de Passages wurde in Kanada und Peru abgestempelt(kein Muß), ein
gutes Gefühl es dabei zu haben, mit Diskussionen und Schmiergeldern ist
die Einreise aber auch ohne möglich / ADAC-Ausweis(manchmal nützlich
für Kostensenkung, z.B.Karten beim AAA (siehe auch unter Karten)
/ Impfbuch mit Blutgruppenangabe(gut sichtbar) / Internationaler Führerschein
und Fahrzeugschein sowie Kopien von allen Dokumenten / Zwei bis drei Nummernschilder(Stempel
unwichtig), in Costa Rica z.B. schraubte mir die Polizei bei einem Verkehrsvergehen
das Nummernschild ab.
Geld:
US-Dollar in kleinen Scheinen (viele Ein-Dollarscheine für Grenz
und Schmiergelder halten) sind empfehlenswert, Traveller-Schecks und Master-Card
sind für ganz Amerika empfehlenswert. Natürlich aufpassen bei Geldwechsel
auf dem Schwarzmarkt da viele falsche Dollarnoten im Umlauf sind.
Impfungen:
Vor meiner Einreise nach Mexico, ließ ich mich bei einem Gesundheitsamt
in Arizona gegen Gelbfieber, Cholera und Typhus impfen / Die kosten dafür
betrugen ca. 60U$.
Karten:
Für die USA, Kanada und Mexico empfehle ich die Karten vom amerikanischen
Automobilclub(AAA), mit ADAC-Ausweis kostenlos / Ansonsten gibt es Landkarten
an Tankstellen, Buchgeschäften oder speziell in Südamerika beim Instituto-Geographiko-del-Militar.
Die Qualität und Genauigkeit läßt meistens zu wünschen übrig.
Literatur:
In Nordamerika reiste ich anhand von Zuhause gemachter Notizen / Für Mittelamerika
ist das Central-American-Handbook und für Südamerika das South-American-Handbook
sehr empfehlenswert. Reiseführer und sonstige Bücher kann man
oft in Jugendherbergen kostenlos tauschen.
Motorrad:
YAMAHA XT600 TÉNÉRÉ Bj.90, Km-Stand bei Abfahrt:
25500, Km-Stand bei Rückkehr: 92200,Zubehör:JF-Motorschutzbügel,
JF-Hauptständer, Hein-Gericke-Tankrucksack-Taschenkombination, Gepäckträger
und Alukoffer in Eigenbau, ölthermometer.
Mitgeführte Ersatzteile:
Handbrems- u. Kupplungshebel, Bremsbeläge, Ersatzschläuche, Speichen,
Zündkerze, Sicherungen und Glühbirnen sowie gutes Werkzeug. Benötigte
Ersatzteile können über Speditionen (z.B. DHL) problemlos in alle großen
Städte nachgeschickt werden (beiliegende Rechnung in US-Dollar weit unter
Wert ausstellen, zwecks zu entrichtender Zollgebühren).
Reiseroute:
USA(Alaska und West-Staaten) / Kanada(West-Staaten) / Mexico / Belize
/ Guatemala / Honduras / Nicaragua / Costa Rica / Panama / Kolumbien /
Ecuador / Peru / Bolivien / Chile / Argentinien.
Sprache:
In Nordamerika und Belize Englisch, in Mittelamerika und den bereisten
Ländern Südamerikas Spanisch / Englisch wird in Mittel und Südamerika
nur ab und zu an der Karibik gesprochen, sowie manchmal an touristischen
Orten und in den Hauptstädten / Speziell Guatemala und Ecuador bieten
die Möglichkeit Spanisch preiswert und effectiv zu lernen (60U$ pro Woche
mit Unterkunft bei einer Familie, inklusive Privatlehrer 4-5 Std. täglich).
Strassen:
In Nordamerika ist der Strassenzustand gut, lediglich die Entfernungen
der Service-Stationen können zu Überraschungen führen / Ab Mexico
ist mit allen Widrigkeiten zu rechnen, von Tieren und Indios auf der Straße,
gewaltigen Schlaglöchern, fehlenden Gullideckeln, Fahrzeuge ohne Licht
und fehlende Brücken machen eine Nachtfahrt zum Selbstmordversuch.
Transport:
Lufttransport von Frankfurt nach Vancouver im Holzverschlag, Preis ca.850
DM one way / Flug von Panamacity nach Bogota mit Motorrad in der gleichen
Maschine für ca.180 U$, aber viele Probleme / Lufttransport von Buenos
Aires nach Frankfurt ohne Verschlag problemlos über Aerolineas Argentina
Cargo, Paseo Colon 185 Buenos Aires, Rückflug mit Motorrad im gleichen
Flugzeug für ca. 2000U$ Dollar.
Unterkünfte:
In Nordamerika bieten sich Jugendherbergen und Motels an, wenn das Wetter
campen auf den meist vorbildlich eingerichteten Campgrounds nicht zulässt
/ Auch wild zelten ist meistens problemlos und wird teilweise sogar von
den Rangern im National-Forest empfohlen / Ab Mexico bieten die einfachen
Unterkünfte(Hotels, Hospedajes) meistens auch einen sicheren Platz fürs
Motorrad im Hof oder Innenraum / Campingplätze gibt es in den USA, Kanada,
Mexico, Chile und Argentinien, ansonsten sogut wie nicht vorhanden und
wild zelten ist nur bedingt zu empfehlen, da mit Diebstahl und Überfall
gerechnet werden sollte.
Versicherungen:
Die deutsche Fahrzeughafthaftpflicht-Versicherung ist in Amerika ungültig,
daher werden die gezahlten Prämien für diese Zeit(Neckura) anschließend
zurück erstattet (Daher Zoll und Grenzdokumente aufheben) / Für USA und
Kanada über Nowag Versicherungen, sechs Monate ca.550DM / Ab Mexico keine
Versicherung, lediglich in Belize u. Costa Rica wurde eine Zwangsversicherung
bei der Einreise abgeschlossen, ca. 15U$ pro Monat.
Visa:
Ein Visum war nur für den sechsmonatigen Aufenthalt in Nordamerika (USA)
erforderlich, sowie für Nicaragua(An der Grenze käuflich, 20U$ für
ein 72Std.-Transitvisa) / Ansonsten wird meistens eine drei monatige Aufenthaltsgenehmigung(im
Land meistens verlängerbar) in den Paß gestempelt(Für das Fahrzeug
manchmal weniger).
Reisezeit:
Es ist fast unmöglich ganz Amerika immer zur besten Jahreszeit zu bereisen
/ Alaska ist von Juni bis September meistens schneefrei und dann angenehm
warm(Mai-Juni Mückenplage), Kanada und die USA sind von Mai bis Oktober
angenehm / Ab Oktober wird es auf dem 2000m hohen Colorado-Plateau zumindest
Nachts empfindlich kalt / In Mittelamerika variiert die Regenzeit je nach
Region von April bis Oktober / In Südamerika sind es hauptsächlich die
unterschiedlichen Höhenregionen die das Reisen klimaabhängig machen /
Nördlich des Äquators regnet es zwischen April und August, südlich davon
zwischen September bis März / In den trockenen Küstenwüsten Perus und
Nordchiles regnet es oft jahrelang nicht, dagegen sind die Andenregionen
extrem unterschiedlich / Hohe Temperaturen am Tage und bis unter Null
in der Nacht sind nichts besonderes, in der Regenzeit ist eine Motorradtour
in die Hochanden Perus und Boliviens nicht zu empfehlen(November bis April)
/ In Patagonien und Feuerland ist immer starker Wind und bei Böhen von
über lOOkm/h ist das Motorrad fahren auf den Schotterpisten nicht ungefährlich.
Die beste Reisezeit für den südlichen Zipfel Amerikas ist Dezember bis
März.
Veröffentlichung
ohne meine Genehmigung ist nicht gestattet,
alle Rechte vorbehalten, ©1999 Christian Frei
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